


| IMMENDORF Der närrische Bazillus machte auch vor dem „Columbusland“ Immendorf nicht halt. Schließlich gibt es dort den Immendorfer Karnevalsverein (IKV) „Blau-Gelb“ gegründet 1993 und der hält natürlich auch in der fünften Jahreszeit nicht still. Besonders bei der großen Prunksitzung in der „Mehrzweckhalle“. Die Stimmung hätte nicht besser sein können als der Elferrat unter der Leitung des IKV-Vorsitzenden Michael Schilff und dem Sitzungspräsidenten Gerd Giefe, der wie immer mit Bravour das Ruder in der Hand hatte, auf dem Schiff „ Columbus“ seine Plätze einnahm. Zuvor hatten die Eigengewächse von „Blau-Gelb“ als „Robin Hut“ Gruppe die Prunksitzung gekonnt eingeleitet. Der Abend wurde begleitet von der Hofkapelle „Original Moselland Trio“, welche auch für eine ausgezeichnete musikalische Stimmung sorgte. Dann hieß es „ Leinen los“: Die IKV-Garde schwang im „Blau-gelben Outfit die Beine mit einer Glanzleistung über das Narrendeck und brachte den Saal direkt in Schwung. Martin Staudt traf als Hausmeister „Jupp Schmitz“ mit lustig verpackten Schilderungen immer ins Schwarze. Er nahm nicht nur den Elferrat auf die närrische Schippe, sondern auch den Nachbarort Arenberg, wo die größte Orgel Deutschlands angeblich ist, weil in Arenberg 2000 Pfeifen wohnen ! Dann demonstrierten Tanzmariechen Lisa Cremer und Marjor Andre Piewonka ( beide KK Funken Rot-Weiß Koblenz ) ihr außergewöhnliches tänzerisches Können auf der Bühne, ein Genuss für das Auge. Als weiterer Höhepunkt wurde ein Märchen war. Auf dem Deck der Columbus hielt das bei einer Feierlaune in Arenberg geborene „Eineroffer“ ( Spitzname von Immendorf ) Prinzenpaar der Session 2009/201 König Frosch Horst Balle und Prinzessin Vera Lohner mit der Erbse, sowie dem Hofstaat „Ein Käfig voller Narren“ seinen Einzug. Begleitet von großem Beifall der Gecken stellten sich die Tollitäten mit den ihren Schlagwort „Wir kommen aus dem Märchenland und sind außer Rand und Band“ erstmalig ihren Untertanen vor, natürlich wurde auch das Prinzenlied zu Gehör gebracht. Eine aus dem Kinderkarneval entstandene Tanzgruppe hatte die Mikel Jackson –Show prima auf die Beine gestellt. Bei der sehr gelungenen Tanzdarbietung der „Alk-Tours“ fühlte man sich auf Grund der farbigen Indianerkostüme wie in einem echten Indianercamp. Die Narren warteten gespannt auf das Immendorfer Protokoll bei dem Erika Müller den neuen Protokollar Johannes Kretschmer aus der Feuer taufe hob, der anschließend die Ereignisse des dörflichen und städtischen Lebens glossierte und dem Publikum mit Bravour präsentierte. Mit spitzer Feder hatte er bezüglich der Verkehrssituationen geschrieben: „ In der Peter-Fröhlich-Straße da wohnen Leute, das ist ungelogen, die wären besser in die Wüste gezogen“! Das Männerballett des „Rude Hähner Karnevals-Club 1987“ Arenberg wirbelte unter dem Song „ Ab in den Süden“ über das Deck und verbreitete viel Stimmung. Hano Svenanek allias Mario Barth ließ sein Talent als Nachwuchskarnevalist aufblitzen. Der temperamentvolle Tanz der Schützenfeger verkleidet als reizende „Pokerfase“ leitete über zum schmissigen Tanz des Männerballett „IKV Blau –gelb“ die als Engel und Teufel die Bretter bewegten. Beide Auftritte ließen das Stimmungsba rometer nochmals in die Höhe schnellen. In Schwimmanzügen wusste die Showtanzgruppe „ Best off“ zu gefallen. Als sie flott und elegant ihre Körper und Beine beim Schwimmen zur Entfaltung brachte.. Nach der Musik von „Bonny M“ boten die Funken der IKV mit ihren flotten Tanz eine vortreffliche Show. Beim anschließenden grossen Finale dankte Sitzungspräsident Gerd Giefer allen Mitwirkenden für die gelungene Prunksitzung und danach wurde noch unter den Klängen der Hofkapelle eifrig das Tanzbein geschwungen. Manfred Merz |


